Regeln

Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. Oktober 2008 um 11:01 GMT+01:00

Competition Stableford Adjustment System

Vorgabeausschuss


EGA Handicap System DGV-Vorgabensystem 2007 - 2010
Änderungen zum 1.1.2008 (.pdf-file)
(Competition Stableford Adjustment / „Sternchenregelung“)


Competition Stableford Adjustment

Das DGV-Vorgabensystem beinhaltet ab dem 01.01.2007 das schon in Großbritannien (dort unter dem anderem Namen CSS und leicht modifiziert) und in einigen kontinentaleuropäischen Ländern verschiedentlich genutzte "Competition Stableford Adjustment" (CSA).
Zur Saison 2008 wurden die Regeln und Berechnungsalgorithmen nochmal überarbeitet und auf Basis der Ergebnisse aus dem Jahre 2007 angepasst.

Hierbei handelt es sich umeine wettspielbezogene Stablefordanpassung, durch welche die in einem Wettspiel erzielten Ergebnisse automatisch den Spielbedingungen des betreffenden Tages angepasst werden.

In Wettspielen kommt es gelegentlich vor, dass außergewöhnliche Bedingungen das Spiel erschweren oder vereinfachen. Dies führt dazu,dass die Ergebnisse relativ schlecht bzw. auch einmal überdurchschnittlich gut ausfallen.
In beiden Fällen bildet das festgelegte Course-Rating nicht optimal den Schwierigkeitsgrad des Tages ab.

Das Course Rating erfasst die "architektonischen Erschwernisse" eines Golfplatzes zum Zeitpunkt des Ratings und drückt diese in einem Wert aus. Dieser Wert berücksichtigt durchschnittliche Bewertungen, wiez. B. des Roughs, der Fairwayfestigkeit oder der Grünsgeschwindigkeit. Alle diese Faktoren können sich täglich ändern, das Course Rating jedoch nicht. Weitere variable Einflüsse wie schlechtes Wetter, überdurchschnittlich schnelle oder langsame Grüns oder auch frischgemähte bzw. lang gelassene Hard-Roughs, die einen Platz schwerer oder leichter machen, können in einem Rating nicht tagesgenau erfasst werden.

Schon vor der Einführung des EGA-Handicap-Systems gab es deshalb für Spielleitungen die Möglichkeit, einen so genannten "Tagesstandard" festzulegen, mit dem die variablen Platzbedingungen ausgeglichen werden konnten.

Weder der Spieler noch die Spielleitung müssen zur Anwendung von CSA manuell tätig werden. Die Clubverwaltungssoftware nimmt automatisch die Berechnung und mögliche Abweichungen vor. Dieses Verfahren ist in Kontinentaleuropa unter der Bezeichnung "Competition Stableford Adjustment" und in Großbritannien unter der Bezeichnung "Competition Scratch Score" bekannt.

Es geht davon aus, dass die Ergebnisse eines Wettspiels die Spielbedingungen des Tages widerspiegeln und somit aufgrund dieser Ergebnisse der Spieler selbst das CSA zum Tragen kommt.Die Ergebnisse aller Spieler eines Wettspiels werden nach der Ermittlung des CSA um -1 bis +3 Stableford-Nettopunkte angepasst.

CSA-Anpassungen ab Spielzeit 2008 (wichtigste Änderungen)

Die Mindestteilnehmerzahl zur Anwendung von CSA bei einem Wettspiel wird von 10 auf 15 Spieler erhöht.

CSA wird nicht mehr bei 9-Löcher-Turnieren angewendet.

Die in der Berechnungstabelle angewandte Rundung der Teilnehmerfeldeinteilungen für Vorgabenklasse 1&2 wurde angepasst. So wird in Zukunft die Vorgabenklasse 1 auf den nächsten 10er Prozentwert gerundet (analog 2007, d.h. beispielsweise 13,8% = 10%; 15,2% = 20%).

Bei der Handhabung der Vorgabenklasse 2 wurde eine Änderung durchgeführt. Hier wurde in 2007 ein Verfahren analog zu Klasse 1 angewandt. Ab 2008 wird hier eine veränderte Berechnung durchgeführt. So wird die Rundung auf den nächsten vollen 10er-Wert nicht mehr isoliert für Vorgabenklasse 2 durchgeführt, sondern der Wert der Klasse 1 addiert und dann auf den näheren 10er-Wert gerundet. Dies hat zur Folge, dass bei einigen Turnieren gegenüber 2007 die Summe der gerundeten Prozentwerte der Vorgabenklassen 1&2 höher ist.

Bisher in 2007 wurde als Kalkulationsbasis für CSA der Wert von 34 Punkten verwendet. Ab 2008 wird hier eine Unterscheidung durchgeführt, die sich vereinfacht gesagt daran orientiert, wie sich die Spielerzahl innerhalb des Turniers zwischen den Vorgabenklassen 1&2 zu 3&4 verhält. Sollten 60% oder mehr der Spieler der Klassen 1 bis 4 aus den Klassen 1 & 2 sein, so wird als Kalkulationsbasis ein Wert von 34 Stableford-Punkten angesetzt. Sollten weniger als 60% der Spieler in den Vorgabenklassen 1 - 4 aus der Vorgabenklasse 1 & 2 sein, so wird als Kalkulationsbasis der Prozentsatz der Ergebnisse von 35 und mehr Stableford-Punkten errechnet.


Wettspielabhängige Stableford-Anpassungen (CSA)

Beispieltabelle auf Basis der 2007er-Regelung

Mehr als 30 Teilnehmer in den Vorgabenklassen 1 bis 4 (Auszug CSA-Tabelle)

Vorgabenklasse Vorgabenklasse Vorgabenklassen
1 2 3+4 +3 und nur
Unter-
spielungen
+3 +2 +1 0 -1
% der Ergebnisse mit 34 oder mehr Stableford Nettopunkten
0% 0% 100% 0-4 5-7 8-10 11-15 13-30 31+
0% 10% 90% 0-4 5-7 8-11 12-15 16-32 33+
0% 20% 80% 0-5 6-7 8-11 12-16 17-34 35+
0% 30% 70% 0-5 6-8 9-12 13-17 18-36 37+
0% 40% 60% 0-5 6-8 9-12 13-18 19-38 39+
0% 50% 50% 0-5 6-8 9-13 14-19 20-40 41+
0% 60% 40% 0-5 6-9 10-14 15-20 21-41 42+
0% 70% 30% 0-5 6-9 10-14 15-21 22-43 44+
0% 80% 20% 0-5 6-9 10-15 16-22 23-45 46+
0% 90% 10% 0-6 7-10 11-15 16-23 24-47 48+
0% 100% 0% 0-6 7-10 11-16 17-24 25-49 50+
10% 0% 90% 0-5 6-8 9-12 13-17 18-34 35+
10% 10% 80% 0-5 6-8 9-12 13-18 19-36 37+
10% 20% 70% 0-5 6-8 9-13 14-19 19-38 39+
10% 30% 60% 0-5 6-9 10-13 14-19 19-39 40+
10% 40% 50% 0-5 6-9 10-14 15-20 21-41 42+
10% 50% 40% 0-5 6-9 10-14 15-21 22-43 44+
usw.

Beispielsberechnung (2007):

Bei einem Turnier mit mehr als 30 Teilnehmern sind

  • 10% Spieler der Vorgabenklasse I
  • 10% Spieler der Vorgabenklasse II
  • 80% Spieler der Vorgabenklassen III & IV am Start

Vorgabenklassen V & VI zählen bei der Berechnung nicht, erhalten aber später die gleichen Korrektur-Nettopunkte)

Wenn also beim obigen Beispiel 15% der Spieler 34(oder ggf 35) und mehr Stablefordpunkte erreichen, dann werden auf alle Nettowertungen +1 Nettopunkte zugerechnet.

(grüne Reihe, orange Spalte, enstsprechende Kopfzeile in orange = +1)