Regeln
Zuletzt aktualisiert am Montag, 16.01. 2012 um 10:25 GMT+01:00
"Principal Changes 2012" - "CBA" (Computed Buffer Adjustment)
Vorgabeausschuss
DGV-Vorgabensystem 2012-2015
Kurzüberblick (c) DGV
Hinter der Buchstabenkombination "CBA" verbirgt sich das vor 8 Jahren
eingeführte Competition Stableford Adjustment (CSA).
Hier ist es dem DGV gelungen, mit großem Nachdruck Einfluss beim Europäischen
Golfverband auszuüben.
Denn tatsächlich:
In den ersten Jahren hat CSA häufg nicht gut
funktioniert. In viel zu vielen Wettspielen gab es, auch ungerechtfertigte,
Anpassungen der Spielergebnisse.
Das wird nun grundlegend anders.
Der DGV und andere Nationalverbände haben der EGA viele Millionen
Spielergebnisse zur Verfügung gestellt, um für CSA eine neue, funktionsfähige
Formel zu entwickeln.
Ab 2012 wird nun endlich das passieren,
was von vornherein gewollt war:
Nur deutlich vom Durchschnitt
abweichende Tages werden zu einer Anpassung führen.
Die
EGA hat ermittelt, dass 80 Prozent der vorgabenwirksamen
Wettspiele gar keine Anpassung mehr erfahren werden.
Also:
CSA wird künftig auf das zurückgeführt, was es von
Beginn an sein sollte: Neben dem Course Rating, das die
Platzschwierigkeit durchschnittlich im Allgemeinen angibt,
sorgt CSA nur bei ungewöhnlichen Spielbedingungen für
tagesaktuelle Anpassungen.
In ganz Europa wird auch der Begriff "CSA" verschwinden. Aber die neue
Bezeichnung der EGA, nämlich
"CBA" (Computed Buffer Adjustment), will der DGV, soweit möglich, auch
nicht verwenden. Vielmehr wird das
DGV-Vorgabensystem dafür den deutschen, und vor allem
selbsterklärenden, Begriff Pufferzonenanpassung enthalten.
Denn das ist die zweite europaweite Anpassung zum
CSA: In Zukunft bleiben die auf dem Golfplatz erspielten
Stableford-Nettopunkte unangetastet. Man könnte also
sagen "gespielt ist gespielt".
Die ab 2012 dann eher seltenen
Anpassungen werden künftig in der Pufferzone spürbar werden. Inhaltlich
ist das, bis auf die für den Spieler
günstige Erweiterung der Verschiebung der Pufferzone auf
sogar bis zu vier Punkte, nicht anders als bisher. Aber es
erscheint systematischer und "stimmiger", im Ausnahmefall
die Pufferzone zu bewegen und nicht die Stableford-Punkte
zu verändern.
Was ist neu (c) Wikipedia
Mittels des neuen Verfahren Computed Buffer Adjustment
(CBA) werden die erzählten Stableford-Punkte nun nicht
mehr modifiziert, dafür aber die Puffergrenzen der
jeweiligen Stablefordklassen verschoben (von +1 bis -4).
Zudem gibt es geringe Anpassungen in den Faktoren, die zur
Berechnung des jeweiligen Ergebnisses führen. Insgesamt wird
somit versucht, die äußeren Wettspieleinflüsse (Wind, Regen,
Trockenheit, hohes Rough, ...) gegenüber dem "normalen"
Platzzustand zu berücksichtigen und die Ergebnisse verschiedener
Wettspiele auf dem selben Platz vergleichbarer zu machen.
Unterschiede CBA zu CSA (c) Wikipedia
Bei CBA bleiben die erzielten Stableford-Punkte eines
Spieler unangetastet. Die Anpassung erfolgt nun, indem
der Pufferbereich der jeweiligen Handicapklassen
entsprechend der Wettspielergebnisse der Mitstreiter
verschoben wird (sogenanntes "Shiften").
Der Pufferbereich kann sich dabei um einen Schlag nach
oben verschieben (würde einem bisherigen CSA von "−1"
entsprechen) oder um bis zu drei Schläge nach unten
(würde dann einem bisherigen CSA von "+3" entsprechen).
Auch die bei sehr schweren Spielbedingungen
angewandte Regelung, dass nur Unterspielungen gezählt
werden und keine Hochstufung des Handicaps erfolgt
(entspricht dem CSA "+3/RO"), bleibt mit der Neugestaltung
des CSA erhalten.
Hierfür wird die neue Kategorie "-4/RO" eingeführt.
Zur Berechnung des CBA werden gegenüber der CSA-Regelung
nun alle Spieler berücksichtigt, die in ihrer jeweiligen
Handicapklasse (1-4, also Handicap "plus" bis 26,4)
den normalen Pufferbereich erspielt hätten.
Basierend auf dieser Zahl im Verhältnis zu der
Gesamtanzahl der Wettspielteilnehmer werden die Werte
mittels statistischer Faktoren gewichtet und daraus der
CBA-Wert errechnet.
Zum Einsatz kommt CBA, wenn nun mindestens 10
Wettspielteilnehmer der Handicapklassen 1–4 an dem
Wettspiel teilnehmen. Gleichgeartete Wettspiele
an einem Tag (zum Beispiel Clubmeisterschaften der
Damen und Herren) können zudem ab jetzt in der
CBA-Betrachtung zusammengefasst werden.
Competition Stableford Adjustment System - CSA (bis Dezember 2011)
Vorgabeausschuss
EGA Handicap System DGV-Vorgabensystem 2007 - 2010
Änderungen zum 1.1.2008 (.pdf-file)
(Competition Stableford Adjustment / "Sternchenregelung")
Competition Stableford Adjustment
Das DGV-Vorgabensystem beinhaltet ab dem 01.01.2007 das schon in Großbritannien
(dort unter dem anderem Namen CSS und leicht modifiziert) und in einigen kontinentaleuropäischen
Ländern verschiedentlich genutzte "Competition Stableford Adjustment" (CSA).
Zur Saison 2008 wurden die Regeln und Berechnungsalgorithmen nochmal überarbeitet
und auf Basis der Ergebnisse aus dem Jahre 2007 angepasst.
Hierbei handelt es sich umeine wettspielbezogene Stablefordanpassung, durch welche die in einem Wettspiel erzielten Ergebnisse automatisch den Spielbedingungen des betreffenden Tages angepasst werden.
In Wettspielen kommt es gelegentlich vor, dass außergewöhnliche Bedingungen das Spiel
erschweren oder vereinfachen. Dies führt dazu,dass die Ergebnisse relativ schlecht bzw.
auch einmal überdurchschnittlich gut ausfallen.
In beiden Fällen bildet das festgelegte Course-Rating nicht optimal den Schwierigkeitsgrad
des Tages ab.
Das Course Rating erfasst die "architektonischen Erschwernisse" eines Golfplatzes zum Zeitpunkt des Ratings und drückt diese in einem Wert aus. Dieser Wert berücksichtigt durchschnittliche Bewertungen, wiez. B. des Roughs, der Fairwayfestigkeit oder der Grünsgeschwindigkeit. Alle diese Faktoren können sich täglich ändern, das Course Rating jedoch nicht. Weitere variable Einflüsse wie schlechtes Wetter, überdurchschnittlich schnelle oder langsame Grüns oder auch frischgemähte bzw. lang gelassene Hard-Roughs, die einen Platz schwerer oder leichter machen, können in einem Rating nicht tagesgenau erfasst werden.
Schon vor der Einführung des EGA-Handicap-Systems gab es deshalb für Spielleitungen die Möglichkeit, einen so genannten "Tagesstandard" festzulegen, mit dem die variablen Platzbedingungen ausgeglichen werden konnten.
Weder der Spieler noch die Spielleitung müssen zur Anwendung von CSA manuell tätig werden. Die Clubverwaltungssoftware nimmt automatisch die Berechnung und mögliche Abweichungen vor. Dieses Verfahren ist in Kontinentaleuropa unter der Bezeichnung "Competition Stableford Adjustment" und in Großbritannien unter der Bezeichnung "Competition Scratch Score" bekannt.
Es geht davon aus, dass die Ergebnisse eines Wettspiels die Spielbedingungen des Tages widerspiegeln und somit aufgrund dieser Ergebnisse der Spieler selbst das CSA zum Tragen kommt.Die Ergebnisse aller Spieler eines Wettspiels werden nach der Ermittlung des CSA um -1 bis +3 Stableford-Nettopunkte angepasst.
CSA-Anpassungen ab Spielzeit 2008 (wichtigste Änderungen)
Die Mindestteilnehmerzahl zur Anwendung von CSA bei einem Wettspiel wird von 10 auf 15 Spieler erhöht.
CSA wird nicht mehr bei 9-Löcher-Turnieren angewendet.
Die in der Berechnungstabelle angewandte Rundung der Teilnehmerfeldeinteilungen für Vorgabenklasse 1&2 wurde angepasst. So wird in Zukunft die Vorgabenklasse 1 auf den nächsten 10er Prozentwert gerundet (analog 2007, d.h. beispielsweise 13,8% = 10%; 15,2% = 20%).
Bei der Handhabung der Vorgabenklasse 2 wurde eine Änderung durchgeführt. Hier wurde in 2007 ein Verfahren analog zu Klasse 1 angewandt. Ab 2008 wird hier eine veränderte Berechnung durchgeführt. So wird die Rundung auf den nächsten vollen 10er-Wert nicht mehr isoliert für Vorgabenklasse 2 durchgeführt, sondern der Wert der Klasse 1 addiert und dann auf den näheren 10er-Wert gerundet. Dies hat zur Folge, dass bei einigen Turnieren gegenüber 2007 die Summe der gerundeten Prozentwerte der Vorgabenklassen 1&2 höher ist.
Bisher in 2007 wurde als Kalkulationsbasis für CSA der Wert von 34 Punkten verwendet. Ab 2008 wird hier eine Unterscheidung durchgeführt, die sich vereinfacht gesagt daran orientiert, wie sich die Spielerzahl innerhalb des Turniers zwischen den Vorgabenklassen 1&2 zu 3&4 verhält. Sollten 60% oder mehr der Spieler der Klassen 1 bis 4 aus den Klassen 1 & 2 sein, so wird als Kalkulationsbasis ein Wert von 34 Stableford-Punkten angesetzt. Sollten weniger als 60% der Spieler in den Vorgabenklassen 1 - 4 aus der Vorgabenklasse 1 & 2 sein, so wird als Kalkulationsbasis der Prozentsatz der Ergebnisse von 35 und mehr Stableford-Punkten errechnet.
Wettspielabhängige Stableford-Anpassungen (CSA)
Beispieltabelle auf Basis der 2007er-Regelung
Mehr als 30 Teilnehmer in den Vorgabenklassen 1 bis 4 (Auszug CSA-Tabelle)
| Vorgabenklasse | Vorgabenklasse | Vorgabenklassen | ||||||
| 1 | 2 | 3+4 | +3 und nur Unter- spielungen |
+3 | +2 | +1 | 0 | -1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| % der Ergebnisse mit 34 oder mehr Stableford Nettopunkten | ||||||||
| 0% | 0% | 100% | 0-4 | 5-7 | 8-10 | 11-15 | 13-30 | 31+ |
| 0% | 10% | 90% | 0-4 | 5-7 | 8-11 | 12-15 | 16-32 | 33+ |
| 0% | 20% | 80% | 0-5 | 6-7 | 8-11 | 12-16 | 17-34 | 35+ |
| 0% | 30% | 70% | 0-5 | 6-8 | 9-12 | 13-17 | 18-36 | 37+ |
| 0% | 40% | 60% | 0-5 | 6-8 | 9-12 | 13-18 | 19-38 | 39+ |
| 0% | 50% | 50% | 0-5 | 6-8 | 9-13 | 14-19 | 20-40 | 41+ |
| 0% | 60% | 40% | 0-5 | 6-9 | 10-14 | 15-20 | 21-41 | 42+ |
| 0% | 70% | 30% | 0-5 | 6-9 | 10-14 | 15-21 | 22-43 | 44+ |
| 0% | 80% | 20% | 0-5 | 6-9 | 10-15 | 16-22 | 23-45 | 46+ |
| 0% | 90% | 10% | 0-6 | 7-10 | 11-15 | 16-23 | 24-47 | 48+ |
| 0% | 100% | 0% | 0-6 | 7-10 | 11-16 | 17-24 | 25-49 | 50+ |
| 10% | 0% | 90% | 0-5 | 6-8 | 9-12 | 13-17 | 18-34 | 35+ |
| 10% | 10% | 80% | 0-5 | 6-8 | 9-12 | 13-18 | 19-36 | 37+ |
| 10% | 20% | 70% | 0-5 | 6-8 | 9-13 | 14-19 | 19-38 | 39+ |
| 10% | 30% | 60% | 0-5 | 6-9 | 10-13 | 14-19 | 19-39 | 40+ |
| 10% | 40% | 50% | 0-5 | 6-9 | 10-14 | 15-20 | 21-41 | 42+ |
| 10% | 50% | 40% | 0-5 | 6-9 | 10-14 | 15-21 | 22-43 | 44+ |
| usw. | ||||||||
Beispielsberechnung (2007):
Bei einem Turnier mit mehr als 30 Teilnehmern sind
- 10% Spieler der Vorgabenklasse I
- 10% Spieler der Vorgabenklasse II
- 80% Spieler der Vorgabenklassen III & IV am Start
Vorgabenklassen V & VI zählen bei der Berechnung nicht, erhalten aber später die gleichen Korrektur-Nettopunkte)
Wenn also beim obigen Beispiel 15% der Spieler 34(oder ggf 35) und mehr Stablefordpunkte erreichen, dann werden auf alle Nettowertungen +1 Nettopunkte zugerechnet.
(grüne Reihe, orange Spalte, enstsprechende Kopfzeile in orange = +1)


